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Online-Vortrag von Judith Neuwald-Tasbach: „Jüdisches Leben heute“ zum Holocaust-Gedenktag 2022

Online-Vortrag von Judith Neuwald-Tasbach (Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen) zum Holocaust-Gedenktag 2022 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Geschichte ist mehr ..." am Mittwoch, den 26. Januar 2022

Judith Neuwald-Tasbach, fotografiert von Alexandra Roth vor einem Porträt ihres Vaters Kurt Neuwald (1906–2001); © J. Neuwald-Tasbach
Judith Neuwald-Tasbach, fotografiert von Alexandra Roth vor einem Porträt ihres Vaters Kurt Neuwald (1906–2001); © J. Neuwald-Tasbach

Zum Online-Vortrag

Den Online-Vortrag können Sie über diesen Link auf der Video-Plattform Youtube hören.

Länge: ca. 40 min

Zum Inhalt

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen, die Judith Neuwald-Tasbach seit 15 Jahren mit viel Umsicht führt, ist beispielhaft für die Nachkriegsentwicklung und für die gegenwärtige Lage jüdischer Gemeinschaften in Deutschland. Die Zuwanderung russischer Juden aus der zerfallenden Sowjetunion ließ in den 1990er Jahren auch die Gelsenkirchener Gemeinde stark wachsen. Die Stadt Gelsenkirchen und die Landesregierung NRW unterstützten daher den Bau eines Gemeindezentrums mit Neuer Synagoge, das 2007 eingeweiht wurde. Unter der Leitung von Judith Neuwald-Tasbach öffnete sich die Gemeinde mit Erfolg und wachsender Zuversicht für eine breitere Öffentlichkeit. Seit mehreren Jahren indes sind Gemeindevorstand und Mitglieder mit einem wachsenden Antisemitismus konfrontiert, der das Alltagsleben prekär macht und im Mai 2021 in einer hasserfüllten Demonstration vor der Synagoge gipfelte, die bundesweit Bestürzung auslöste.

Im Bewusstsein um die Geschichte und Fragilität jüdischen Lebens spricht Judith Neuwald-Tasbach über ihre Familiengeschichte und über gegenwärtige Probleme und Herausforderungen. Mehr und mehr spürt man, dass sie sich den emotionalen Bedrängungen verschließen muss, die im Erzählverlauf aufsteigen. Ihr 2001 verstorbener Vater Kurt Neuwald, ein Überlebender des Ghettos Riga, hatte 1945/46 in Gelsenkirchen ein neues jüdisches Gemeindeleben mitbegründet und war lange an führender Stelle im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Westfalen-Lippe und im Zentralrat der Juden in Deutschland tätig.